Hoch und Heilig. Ein neuer Pilgerweg in Osttirol

Eine ‚hochalpine‘ Pilger-Variante bietet seit geraumer Zeit Osttirol: den Pilgerweg mit dem bezeichnenden Namen „Hoch und Heilig“. Um einen Eindruck dieses Pilgerweges zu erhalten pilgerte ich gemeinsam mit dem Jakobswegverein Tirol von Sillian über Hollbruck nach Kartitsch und anschließend von Obertilliach bis Maria Luggau. Also einen Teil der offiziellen 3. Etappe des Weges.

Hoch und Heilig, Pilgerweg Osttirol

Das ist die Strecke des neuen Pilgerweges der von Kärnten über Ost- und Südtirol nach Heiligenblut am Großglockner führt. Bild: https://www.hochundheilig.eu

Was der neue Pilgerweg mit dem Tiroler Jakobsweg zu tun hat? Ganz einfach: Mehrere Etappen führen auf der ‚Trasse‘ des Jakobsweges. Und zudem ist der neue Pilgerweg quasi ‚international‘: er verbindet Kärnten, Osttirol und Südtirol.

Wallfahrtskirche Hollbruck

Erste Station unserer ‚Probeetappe‘ auf dem Pilgerweg Hoch und Heilig: die Wallfahrtskirche in Hollbruck.

Neun Etappen sind auf einer Strecke von 200 km vorgesehen. Um dem Namen gerecht zu werden (hoch…) sind täglich im Durchschnitt 1000 Höhenmeter zu überwinden. Durchaus anspruchsvoll, wie ich meine. Der Weg beginnt in Lavant bei Lienz und führt im ‚großen Bogen‘ über Pässe, Jöcher und Täler via Innichen in Südtirol, das Villgraten-, Defreggen- und Virgental nach Heiligenblut in Kärnten. 

Ich kann sagen, dass die ‚Probeetappe‘ von Sillian nach Maria Luggau einen tiefen Eindruck bei mir und der Pilgergruppe des Tiroler Jakobswegvereines hinterlassen hat. Wunderbare Landschaften, kleine Wallfahrtskirchlein am Berg und ein Ort am Weg, der sicher als einer der schönsten Orte Tirols gilt: Obertilliach.

 

Pilgerweg Hoch und Heilig

Obertilliach mit seinem unwerfend schönen Ortskern und der Kirche

 

Pilgerweg Hoch und Heilig

Detail an einem Bauernhaus am Weg.

Pilgerweg Hoch und Heilig

Die altehrwürdige Basilika des Stiftes Maria Luggau war das Ziel dieser Etappe.

Mit diesem Pilgerweg kommen die Promotoren – Kirche, Tourismus Osttrol, Bildungshaus Osttirol, und Regionsmanagement Osttirol – dem Trend zum ‚Weitwandern‘, verbunden mit spirituellen Inhalten entgegen. Dass auf neun Etappen knapp 10.000 Höhenmeter überwunden werden, macht den Weg sicher zu einem exklusiven Weg, der nicht in Gefahr kommt, ‚überlaufen‘ zu werden.

NEU: Stift Stams öffnet ab sofort wieder die Tore für Pilgersleute

Der Obmann des Jakobsvereins Tirol, Ferdinand Treml hat erreicht, dass Pilger wieder in der Klausur des Stiftes Stams übernachten können.

Frauen und Ehepaare können ein Zimmer im Kolleg beziehen, das aber nicht immer frei ist.

Sollte dieses Zimmer belegt sein, dann wendet man sich an Heinrich Köll in der Graf-Meinhard-Straße 7 in Stams. Dort bezahlt man für die Übernachtung und das Frühstück 25 Euro.

Toll!

Traurig aber wahr: Hospiz St. Christoph bleibt für Pilgersleute geschlossen

Die Meldung einer Pilgerin, das Hospiz St. Christoph am Arlberg sei für Pilgersleute ab sofort geschlossen stimmt. Auf meine Mail-Anfrage antwortete Florian Rainer, Geschäftsführender Gesellschafter der Arlberg Hospiz Hotel Werner Gesellschaft m.b.H. KG lapidar:

„Hallo Herr Kräutler,  ja es stimmt, seit heuer ist es nicht mehr möglich, da wir nur noch für Veranstaltungen das Hotel öffnen – kein normales Tagesgeschäft mehr.“

Ich kann es nur an meine Blog-Leser_innen weitergeben, dass das Hospiz im Sommer die Luken dicht macht.  Und auf Nachfrage, wie das im Winter mit der Herberge ist antwortete mir Herr Werner: „Im Winter – leider nein.“

Damit wird die Etappe über den Arlberg länger. Zumindest bis Klösterle. Schade.

Das Hospiz St. Christoph am Arlberg.

Von Ellbögen nach Innsbruck

Die Kurzetappe von Ellbögen nach Innsbruck wird von mächtigen und wunderschönen Bergen gesäumt. Auf der einen Seite die Serlesspitze, einer der schönsten Berge der Welt.

Auf der anderen Seite die Nordkette, die Pilger_innen auf dieser Etappe stets vor Augen haben.  Diese Bergkette wächst im Laufe der Etappe quasi ‚aus dem Boden‘ und erreicht bei der Ankunft im Dom zu Innsbruck jene majestätischen Ausmaße, die Innsbruck so einzigartig machen.

Schauen Sie sich die Bilder an.