Steinach am Brenner

In Steinach hat schon Kaiser Maximilian I. logiert. Im eigenen Schlösschen, versteht sich.

Früher ‚Steina‘ genannt (große Flusssteine) war die Gemeinde Steinach am Brenner lange Zeit auch Gerichtsort. Für Jakobs-Pilger_innen interessant: die Weiler Mauern und Tienzens, die am Weg nach Matrei liegen, gehören noch zu Steinach. Und damit auch die beiden Perlen, die Kirche der Hl. Ursula in Mauern und jene des Hl. Ulrich in Tienzens.

Die erste Siedlung im Gebiet von Steinach dürfte jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit in Mauern, dem heutigen Weiler östlich der Sill erfolgt sein. Denn ein  „Muron“ wurde bereits 985 schriftlich erwähnt und besaß bereits im 11.Jahrhundert eine Kirche. Pilger_innen passieren diese wunderschön gelegene Kirche auf dem Weg nach Matrei.

Auch in einem anderen Zusammenhang ist Mauern sehr interessant. Auf dem Friedhof dieses malerischen Kirchleins wurden bis vor 200 Jahren auch die Toten aus dem Tuxertal begraben. Drei Kreuze erinnern heute noch an Menschen aus dem Tuxertal, die hier begraben liegen. Sie befinden sich direkt rechts des Einganges. Die Tatsache, dass die Toten über das 2338 m hoch gelegene Tuxer Joch nach Mauern gebracht wurden lässt auf einen engen kulturellen Austausch schließen. Man kann sich das heute gar nicht mehr vorstellen, denn das Tuxertal ist rund 30 km entfernt und gehört geografisch zum Zillertal.

Schon von weitem sichtbar: die wunderschöne Kirche St. Ursula in Mauern. Ein willkommener Halt für die Jakobs-Pilger_innen.

Schon von weitem sichtbar: die wunderschöne Kirche St. Ursula in Mauern. Ein willkommener Halt für die Jakobs-Pilger_innen.

An dieser Stelle stand bereits um das Jahr 1000 eine Kirche. Mauern ist die älteste Siedlung im Großraum Steinach und war mit dem Tuxertal über das Tuxerjoch eng verbunden

An dieser Stelle stand bereits um das Jahr 1000 eine Kirche. Mauern ist die älteste Siedlung im Großraum Steinach und war mit dem Tuxertal über das Tuxerjoch eng verbunden

Die Verkehrslawine, der Steinach lange Zeit ausgesetzt war, ist seit 1971 durch den Bau der Brenner-Autobahn merklich ungefährlicher und vor allem leiser geworden. Im Ortskern kann man auf den Terrassen von Cafés und Gasthäusern in aller Seelenruhe essen oder einfach einen Kaffee trinken. Die beiden historischen Wirtshäuser bzw. Hotels im Ortszentrum sind der „Wilde Mann“ und das „Hotel Post“. Auffallend im Ortszentrum von Steinach ist die zweitürmige Kirche, die dem Hl. Erasmus gewidmet ist.

Die zwei Türme der Pfarrkirche zum Hl. Erasmus in Steinach

Die zwei Türme der Pfarrkirche zum Hl. Erasmus in Steinach.

Das Hotel Post sowie der berühmte 'Wilde Mann' in Steinach.

Das Hotel Post sowie der berühmte ‚Wilde Mann‘ in Steinach.

Es wäre ein Wunder, hätte nicht schon Kaiser Maximilian diese Gegend geschätzt. Der als fanatischer Jäger bekannte ‚letzte Ritter‘ ließ in Steinach deshalb ein Jagdschlösschen errichten: das Schloss Steinach. Damit er auf eine standesgemäße Unterkunft während seiner Jagdzüge auf Hirsch und Gams zurückgreifen konnte.

Das einstige Jagdschloss Kaiser Maximilians I. in Steinach, später Sitz des Gerichtes.

Das einstige Jagdschloss Kaiser Maximilians I. in Steinach, später Sitz des Gerichtes. Bild: wikipedia

Bekannt ist Steinach auch als Sitz des Orgelbauers Pirchner.

In Steinach am Brenner vorhanden:

Trinkwasserbrunnen, Postamt, Bank bzw. Bankomat, Arzt, Apotheke, Einkaufsmöglichkeiten, Schwimmbad, öffentliche Toilette.

 

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2 Gedanken zu “Steinach am Brenner

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