Roppen – Ballermann und Denkmäler

Roppen liegt quasi an einer Jakobsweg-Weiche: von hier aus führt der Hauptweg nach Karres und Karrösten und eine Wegalternative via Pitztal nach Kronburg. Hier beginnt aber auch der Aufstieg auf der historischen Route nach Karres und Karrösten.  Ansonsten ist der Ort durch den Alpen-Ballermann (Area 47) zu teils fragwürdiger Berühmtheit gelangt.

Die Roppener Kirche

Die Roppener Kirche

Sicher ist aber eines: Roppen wird von wilden Wassern umspült. Nördlich des Ortskerns tritt der Inn aus der Imster Schlucht heraus und zwängt sich beim Roppener ,Römerbadl‘ durch die Mäander bis nach Haiming. Und östlich des Dorfes knallts. Im wahrsten Sinn des Wortes, denn hier wurde an der Mündung der Ötztaler Ache quasi ein Alpenballermann errichtet. Ich möchte an dieser Stelle nicht weiter auf diese sogenannte „Fun-Anlage“ eingehen. Wer‘s braucht…

Im Stil eines römischen Tempels errichtet: das Römerbadl am Inn in Roppen

Im Stil eines römischen Tempels errichtet: das Römerbadl am Inn in Roppen

Augenfällig für uns, von Haiming kommende Pilger_innen, ist jedenfalls ein Minitempel, das Römerbadl. Hier wurde eine uralte schwefelhaltige Quelle wieder gefasst und dient jetzt als Mini-Kuranlage – besser Kneippanlage – mit Fußtrete und Handtauchbecken. Aber das Wasser darf durchaus auch getrunken werden.

Der Inn-Mäander beim Römerbadl in Roppen

Der Inn-Mäander beim Römerbadl in Roppen

Rund 1,5 km weiter am Weg passiert man den Burschl. Das Wort ist nicht definiert, es darf jedoch angenommen werden, dass es im Tiroler Oberland Kultplätze bezeichnet. (Auch in Obsaurs gibt es einen kultischen Burschl). Ein Tipp von mir: der kurze Aufstieg zur Bruder-Klaus-Kapelle lohnt sich, denn er wird mit einem grandiosen Ausblick belohnt. Hier erscheint der Acherkogel, der nördlichste 3.000-er der Zentralalpen wie eine Pyramide. Funde belegen, dass dieser Hügel bereits von vorchristlichen Kulturen genützt worden war. Wohl kein Wunder, denn Roppen wurde und wird vom Klima verwöhnt. Davon zeugen heute noch die vielen Obstgärten und -anlagen.

Ein kleiner Hügel links des Weges war früher vermutlich ein Kultplatz: der Burschl in Roppen

Ein kleiner Hügel links des Weges war früher vermutlich ein Kultplatz: der Burschl in Roppen

Der Acherkobel vom Roppener Burschl aus gesehen.

Der Acherkobel vom Roppener Burschl aus gesehen.

Der Ort verfügt aber auch über gleich zwei außergewöhnliche Denkmale. Wer die Alternativroute ins Pitztal nützt, kommt an einem seltenen Naturwunder vorbei: den Erdpyramiden von Roppen. Und wer den historischen Weg nach Karres und Karrösten wählt, beschreitet längere Zeit eine denkmalgeschützte Straße. Ja, auch sowas gibt’s.

Die denkmalgeschützte Straße mit ihren "Randsteinen".

Die denkmalgeschützte Straße mit ihren „Randsteinen“.

Die Roppener Erdpyramiden. Foto: Imst-Tourismus

Die Roppener Erdpyramiden. Foto: Imst-Tourismus

Und das bietet Roppen den Pilger_innen:

Trinkwasserbrunnen, Bank oder Bankomat, Arzt, Apotheke, Einkaufsmöglichkeiten, öffentliches WC

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