2. Etappe als Wegalternative Lofer – Waidring – Pillersee – St. Johann

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Ich empfehle allen Pilger_innen auf dem Tiroler Jakobsweg, diese Wegstrecke ab Waidring zu benützen. Sie ist meines Erachtens die historische Trasse des Tiroler Jakobsweges und führt durch zahlreiche Dörfer, deren Namen das Wort ,Sankt‘ schmückt. Darunter St. Jakob in Haus.

Die uralte Wallfahrtskirche St. Adolari am Pillersee mit den bekannten und vor allem interessanten Fresken.

Die uralte Wallfahrtskirche St. Adolari am Pillersee mit den bekannten und vor allem interessanten Fresken.

St. Adolari mit dem Bergpanorama des Pillersee

St. Adolari mit dem Bergpanorama des Pillersee

morus groß

Eines der Freksen in St. Adolari. Die Ermordung von Thomas Morus.

Streckenlänge: 25 km; Geschätzte Dauer: 6 1/2 Stunden.

Entlang des Grieselbaches steigt der Weg nach St. Adolari leicht an. Bemerkenswert sind hier die Felsformationen, die sogenannten Öfen. Ein wichtiger Tipp: unbedingt die Beschriftung des Weges im Auge behalten. Nach rund 1 Stunde erreicht man St. Adolari, ein uraltes wunderschönes Kirchlein just an dieser ,Passhöhe‘ zwischen Waidring und dem Pillersee gelegen.

St. Adolari ist die zweitälteste gotische Kirche Tirols. Besonders interessant sind die noch vorhandenen spätgotischen Fresken in der Kirche. Hier hat sich ein alter Wallfahrtsbrauch noch erhalten: „Mit dem Kreuz nach Adolari gehen“. Der Brauch wird heute noch von der Bevölkerung gepflegt.

Der Pillersee begleitet die hurtigen Pilger_innen bis nach St. Ulrich.

Der Pillersee begleitet die hurtigen Pilger_innen bis nach St. Ulrich.

Nun weitet sich das Tal hin zum wunderschön, ja romantischen Pillersee und St. Ulrich. Auch das Panorama dieser Region ist bemerkenswert und wunderschön. Ab Strass ist ein neues Wahrzeichen dann gut ersichtlich: das Jakobskreuz auf der Buchensteinwand.

St. Ulrich am Pillersee: ein romantisch-schönes Fleckerl

St. Ulrich am Pillersee: ein romantisch-schönes Fleckerl

Ich habe mir den Spaß erlaubt, nach möglichen Preisreduktionen für eine Auffahrt mit dem Sessellift zu fragen. Musste aber eine relativ brüske Antwort zur Kenntnis nehmen: „Was es kost, das koste‘s“. Konkret 15,50 Euro für die Retourfahrt samt Eintritt in das Kreuz.

St. Jakob am Jakobsweg.

St. Jakob am Jakobsweg.

Weshalb es Jakobskreuz heißt erschließt sich mir nicht wirklich. Vielleicht, weil der nächste Ort St. Jakob heißt? Jedenfalls wurde hier wiederum ganz offensichtlich die Werbewirkung des Namens ,Jakob‘ verwendet um die Geschäfte etwas lukrativer zu gestalten.

Der Jakobsweg samt Bauernhof und vor der Spitze des Kitzbüheler Horns.

Der Jakobsweg samt Bauernhof vor der Spitze des Kitzbüheler Horns.

Von nun an führt der Weg an den sanft abfallenden Hängen rechts des Moosbaches und später der Fieberbrunner Ache entlang direkt auf den Wilden Kaiser zu. Flankiert vom Kitzbüheler Horn ist diese grandiose Landschaft für etwa zwei Stunden im Blickfeld der Pilgersleute. Der Weg führt an teilweise wunderschönen Bauernhöfen mit grandiosem Berghintergrund vorbei. Alles in allem eine ganz zauberhafte Etappe.

Der Wilde Kaiser verschönert lange im Blickfeld der Pilger_innen

Der Wilde Kaiser verschönert lange das Blickfeld der Pilger_innen

In Reitham ist‘s dann eher aus mit Ruhe und Gelassenheit, denn von nun an geht‘s im eher lärmenden Talkessel weiter bis St. Johann und seinen nahezu kitschigen Hauptplatz. Aber schön ist schön und bleibt schön!

kaiser groß blau

Das Bergmassiv wird seinem Namen gerecht. Der Wilde Kaiser.

Ortsbeschreibungen:

Waidring, St. Adolari, St. Ulrich am Pillersee, St. Johann

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